Beitrags-Archiv für die Kategory 'WPFG'

GAME OVER

Montag, 5. September 2011 1:02

04. September (Sonntag) / New York – Abschlussfeier

Nach kurzer Nacht wurde als erstes das Fahrrad wieder in den Karton gepackt. Danach kurzes Frühstück beim “goldenen M”. Nach der englischen Messe beim Don fuhr ich mit der U-Bahn zum Baseball in die Bronx. Ich schaute mir eine Spiel der New York Yankees an. Das Stadion war mit über 50.000 Zuschauern ausverkauft; aber Tickets gibt es in der Regel ja immer noch.

Die Stimmung hätte besser sein können. Mein Problem; ist verstand das Spiel / die Regeln nicht. Aber bei diversen Opern geht es mir ja genau so ;-)

Gegen 17:45 traf sich dann die Mix-Mannschaft, um die Goldmedaille zu erhalten. Der Teamkapitän hatte sie schon vormittags abgeholt und so wurde nur noch das Mannschaftsfoto gemacht.

Um 18:00 Uhr fand dann die Abschlussfeier statt. Lustlos, ohne irgendein Highlight sind die Spiele nun zu Ende.

Irgendwie bin ich froh, denn ich bin ganz schön platt. Jetzt heißt es auch für mich PAUSE!!! EROLHUNG – KRAFT TANKEN. Dafür fliege ich morgen für fünf Tage nach Miami und am 19. September nach Ägypten; aber dann ….

Bis zum nächsten Training, oder sonst wo!!
Gruß Joachim

PS. Jeden Tag einen Blog zu schreiben, ist auch nicht ohne. Wenn ich mir so manchen Blog anschaue, würde ich vieles anders / besser schreiben. Die Formulierungen sind auch schrecklich; aber was soll es. Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß und habt die ein oder andere Sache einfach überlesen.

Thema: WPFG | Kommentare (4) | Autor: Joachim

2mal Gold, 1mal Bronze – was für ein Abschluss

Sonntag, 4. September 2011 5:32

03. September / New York – Treppenlauf

Um 08:30 ging es zum Haus 7 des World Trade Centers.

Problemloses Einchecken; 10:00 Uhr startete die Feuerwehr in kompletter Montur; danach wir.
Es wurde 12:oo Uhr, 12:30 Uhr, 13:00 Uhr und die Feuerwehr war immer noch dran. Mein Gott, was für ne Warterei. Ich bin heiß; ich will  auch da hoch!!! Dann waren wir doch noch dran. 14:00 Uhr machte ich mich auf den Weg als letzter der Master B.
3 Etagen recht steil hoch, ein kurzer Sprint über einen Flur. Am Ende saß ein Helfer recht regungslos. Auf meine Frage: “This Way?” – kam es kurzes “Yes!!”
Von jetzt an ging es 32 Etagen nach oben. 22 Stufen Absatz wieder 22 Stufen – dann war eine Etage geschafft.

Das erste Etagenschild welche ich bemerkte war die 10, da pfiff aber schon aus dem letzten Loch. Alle 2-3 Etagen stand ein Helfer bereit; ob das aber ein Mann oder eine Frau war, kann ich nicht mehr sagen, der Blick ging immer wieder zu den sch… Stufen.
Ich hangelte mich immer am Geländer innen entlang und nahm aber immer noch 2 Stufen. Die ersten Überholvorgänge standen an. Manche machten fair Platz; einen Teilnehmer musste ich 1 Etage lang außen überholen. Bei der 35. Etage schrie dann jemand: “Good Job, only two!!” Das war es. Endspurt – alles geben. Raus aus dem Treppenhaus und die letzten 10 Meter geradeaus. Aber mein Körper wollte nicht geradeaus; er wollte immer wieder rechts herum (da gibt es doch so ein Spiel mit der Flasche, drum herum laufen und dann versuchen geradeaus zu laufen; so fühle ich mich in dem Moment). Ein Helfer setzt mich auf einen Bürostuhl und fährt mich aus dem Zielbereich. Wasser und Eis helfen jetzt auch nicht wirklich; die Luft (hier gab es m. E. gar keine) war weg. Ich japste wie ein Fisch auf dem Trockenen; ich hustete und röchelte.
Als ich nach 10 Minuten wieder Herr meines Körpers war, konnte ich jetzt aber die fantastische Aussicht genießen. New York lag mir zu Füßen. Die beiden neuen Brunnen am Ground Zero -genial-, die haben so viele noch nicht gesehen.

Fünf Minuten später sind auch schon die ersten Ergebnisse da. Platz 19 gesamt; Platz 1 in der AK Wertung. 5 Sekunden Vorsprung vor Platz 2; 10 Sekunden auf Platz 3 – SUPER!!! Wieder einmal habe ich die Spanier geärgert.

Unten kümmerten wir uns dann um die Mannschaftswertungen. Mit der Oldie-Mannschaft war der dritte Platz keine große Überraschung. Der Hammer war dann aber, der 1. Platz mit der Mixmannschaft (3 Männer und 1 Frau). Die Medaillen haben wir zwar noch nicht, denn ein Protest bzw. ein Einspruch machten diesen Platz erst sicher. Morgen sollen wir die Medaillen bekommen.

Den krönenden Abschluss aus meiner Sicht, bildete dann der Besuch der US-Open.

Deshalb ist dieser Bericht auch etwas kurz gefasst, denn mittlerweile ist es fast 02.00 Uhr und ich will in mein Bett!!

Thema: WPFG | Kommentare (4) | Autor: Joachim

Titel (leider) nicht zurückgeholt, aber Platz 2 verteidigt!

Samstag, 3. September 2011 2:11

02. September / New York – Openwater Swim

Silber ist super!!

Um 06:00 Uhr ging es mit der U-Bahn nach Conney Island. Nach gut 30 Minuten war im Aquarium von New York die Registration. Gelbe Badekappe erhalten / Startnummer auf die eine, Startgruppe auf die andere Hand. Dann ging es zum Strand.
Nicht schlecht; hier könnte man Urlaub machen.

Der Kurs ist schon abgesteckt. Nach 100 Meter geht es an der ersten Boje nach rechts. Dann 750 Meter parallel zum Strand, an der nächsten gelben Boje erfolgt ein 180 Grad Turn und wieder parallel zum Strand entlang in die andere Richtung. Diesmal aber 1500 Meter. Hier wird wieder gewendet und des geht die letzten 750 Meter bis zur gelben Start-Boje, ehe dann die letzten 100 zurück zum Strand zu absolvieren sind. Sieht einfach aus, nur bei der langen Strecke schaut man in die tiefe Sonne, ob man da die Bojen erkennt??

Wettkampfbesprechung verläuft recht locker, es wird sogar mit Chip geschwommen, da kann doch fast nichts mehr schief gehen.
Als wir gegen 08:00 Uhr ins Wasser gingen (Start erfolgt aus dem Wasser!!) fielen Uwe und mir auf, dass nur wir beide eine gelbe Badekappe tragen. Alle anderen unserer Altersklasse tragen eine blaue Kappe. Naja, egal, dann achtet vielleicht keiner auf mich; und ich kann die anderen gut kontrollieren. Das fällt aber dann auch dem Starter auf, kurzer Dialog – erledigt. Wir dürfen in Gelb schwimmen.
Die Ersten gingen immer weiter ins Wasser, die Ersten links neben mir begaben sich schon in Bauchlage, rechts wurde auf einmal schon geschwommen. Also setzte sich das Feld (ohne Startschuss) in Bewegung. Über 200 Schwimmer und Schwimmerinnen sprinteten auf die erste Boje zu. Es wurde getreten und geschlagen. Unglaublich. Nach der ersten Boje entzerrte sich das Feld aber schnell. Die Bojen (auch wenn es ein paar mehr sein könnten) konnte man einigermaßen erkennen.
Nach der Wende ändert sich aber das Bild total. Orientierungslos schwamm ich hinter einem anderen Schwimmer her; Bojen sind nicht zu erkennen, aber eine blaue Kappe. Wir schwammen parallel zum nächsten Wendepunkt. Jetzt hieß es kämpfen. Ab und an konnte ich mich ein wenig absetzen, aber als es zur letzten Wendeboje ging, hatte ich scheinbar einen großen Bogen geschwommen und er ging (weil er den besseren Weg oder die bessere Strömung gefunden) innen locker und leicht vorbei. Aber noch blieben ja noch 800 Meter.
Wieder schwammen wir zwei unterschiedliche Wege, aber der Vorsprung wurde irgendwie immer größer. Jetzt blieb nur die Hoffnung, dass ich die Strömung finden würde, die mich nach vorne bringen würde. Aber die fand ich nicht und kam mit 52 Sekunden Rückstand hinter ihm im Ziel an. Mein Rücken und meine Schultern schmerzten; also hatte ich alles gegeben und den 2. Platz gewonnen.

Ich hatte meine Medaille!!! Gegen 12:30 Uhr wurde sie mir dann auch im Aquarium umgehängt. Diesmal war alles in einem ansprechenden Rahmen. So kannte ich es von den Spielen der vergangenen Jahre. Nach einem kurzen Spaziergang auf Conny Island ging zur Unterkunft, dort fiel ich müde ins Bett und schlief erst einmal eine geschlagene Stunde.

Nachmittags ging es durch die Stadt zum Convention Center. Am Abend finden dort die Finals im Boxen statt. Die schaute ich mir an. Als ich erfuhr dass jetzt auch die Ergebnisse des Einzeltzeitfahrens veröffentlicht wurden, ging es zügig zur Infowand Cycling. Und tatsächlich, man hatte die Ergebnisse fertig. Nur meinen Namen fand ich nicht auf der Liste; davor standen andere Athleten zweimal in der Liste mit verschiedenen Zeiten in der Liste. Also wie man so etwas veröffentlichen kann. Bei mir lag es wohl an der nicht zu erkennenden Nummer. Protest sinnlos, denn es gibt ja keine Aufzeichnungen. Und zum Glück hatte ich auch nicht mitgestoppt, denn so hielt sich mein Frust in Grenzen, denn ich hatte ja meine Medaille. Und die kann mir keiner mehr nehmen.

Allen WettkämpfernInnen, die am Wochenende oder in der kommende Woche noch an den Start gehen, wünsche ich alles Liebe und Gute. Habt Spaß, verletzt Euch nicht und kommt mit einem Lächeln ins Ziel. Zeitverbesserungen bei Vergleichswettkämpfen; also Wettkämpfen aus dem letzten Jahr, sind natürlich gewünscht und werden erwartet ;-) (also hau rein Günter!!)

Thema: WPFG | Kommentare (2) | Autor: Joachim

Bergzeitfahren – 9 Stunden unterwegs für 5:33 Minuten Wettkampf

Freitag, 2. September 2011 0:09

01. September / New York – Bergzeitfahren

Wieder der gewohnte Ablauf. Früh (06:30 Uhr) raus aus dem Bett, frühstücken und dann diesmal mit dem Rad zum Convention Center. Nach einer guten halben Stunde Fahrt war ich gegen 07:45 Uhr dort. Um 08:00 Uhr ging es von dort mit ca. 50 Kolleginnen / Kollegen zum Start des Bergzeitfahrens. Eine Begeleitung durch Polizei wäre vielleicht sinnvoll und angebracht, aber man kann ja nicht an alles denken.
Nach 1,5 Stunden treffen wir am Zielort des Bergzeitfahrens ein. Bei der anschließenden Abfahrt wurde die Strecke erst einmal in Augenschein genommen. 1,6 km bergauf. Damit es nicht zu langweilig ist, wurde auch eine Kehre eingebaut.
Beim Startbereich erwartete uns der bekannte Organisator des Einzelzeitfahrens, schnell wurde klar das gibt wieder Chaos.
Naja, meine Startnummer war diesmal korrekt und auch vorhanden. Aber bei der Erstellung der Listen (ich spreche von 4 DIN A4 Seiten) wurden dann wieder alle Vorurteile bestätigt. Waren auf den ersten beiden Seiten die Startabstände mit 30 Sekunden noch korrekt ausgeworfen, wurden ab der dritten Seite plötzlich vollkommen unerklärliche Startzeiten von 20 – 50 Sekunden ausgeworfen. Seine Erklärung: Wir sollten dies nicht zu eng sehen, denn die geplante Startzeit von 10:00 Uhr auf den Listen könne er auch nicht einhalten. Gegen 10:30 Uhr würde man voraussichtlich mit dem Start beginnen und dann der Reihenfolge nach starten. Man solle also immer bereit sein.
Da also noch genügend Zeit war, wurden die ersten Meter mit dem Rad abgefahren. Vorne dickes Blatt geht, zumindest bis zur ersten Kurve nach 400 Meter; der Rest sollte dann auch vorne dick gehen.
10:30 Uhr konnten sie natürlich auch nicht einhalten.
Die Strecke (für den öffentlichen Verkehr natürlich nicht gesperrt) musste noch mit Pylonen bestückt werden. Vorgabe war; sich links davon aufhalten – weil auf der anderen Seite der normale Verkehr hoch als auch runter fahren durfte. Dass die Strecke mehr Schlaglöcher als Höhenmeter aufwies, hatte ich meines Erachtens noch gar nicht erwähnt. Aber egal, alle müssen dort hoch.
Mit 23 Startern war die Klasse der 45-49jährigen die größte Gruppe.
Mit dickem Blatt wurden die ersten Meter zügig angegangen. Auch die nächsten 400 Meter gingen noch, dann platzten die Oberschenkel; schalten??? auf keinen Fall!!! also weiter; bin doch bald oben. Und genau so war es. Nach gut 5-6 Minuten war dann auch diese Quälerei vorbei.
Minutenlang lag ich im Schatten der Bäume und japste wie ein geprügelter Hund.
Da es hier nichts zu trinken, geschweige denn zu Essen gab, ging es schnell wieder bergab. Aber auch hier war das Wasser ausgegangen. Zum Glück hatte ich Eigenverpflegung eingepackt; denn der Mensch ist ja lernfähig
Eine geschlagene Stunde, nachdem der letzte Starter oben war, wurden dann die Ergebnisse ausgehangen.
Platz 5 mit einer Zeit von 5:33 Minuten. Platz 1- 3 gingen in der Zeit von 4:51 / 4:53 und 5:00 Minuten weg. Platz 4 dann mit 5:32 Minuten.
Ich hatte noch kurz überlegt zu protestieren, weil ich statt den üblichen 30 Sekunden 1 Minute auf meinen Start gewartet hatte. Ob dies berücksichtigt wurde??? Auch egal, dann wäre ich vielleicht vierter; und nachvollziehen, bei der bekannten Zettelwirtschaft war es ja eh nicht. Vielleicht sollten sie sich mal mit dem Thema Chipzeitnahme beschäftigen. Naja, was soll es.

Vorteil für mich in zwei Jahren – die drei Erstplatzierten kamen komplett aus der Altersklasse unter meiner; standen sogar in der gleichen Reihenfolge wie vor zwei Jahren auf dem Podium; d. h. in Belfast (in zwei Jahren) sind sie noch Master B und ich aber schon Grandmaster A.

Gegen 14:00 Uhr startete dann mit der Gruppe des Morgens wieder zurück nach New York City.

Meine anschließende Touristiktour fand diesmal per Rad statt; einmal um die Südspitze Manhattans, denn die Beine und der Körper wollten einfach nicht mehr.
Ist auch verständlich Samstag/Sonntag – gut 5 Stunden gewandert, Montag 5 Stunden Rad gefahren, Dienstag das Einzelzeitfahren mit An – und Abfahrt – gestern der 10000 Meter Lauf mit anschließendem Spaziergang und heute waren es auch locker 5 Stunden auf dem Rad.
Ein Ruhetag wäre an und für sich gut; aber was macht man bei einem Ruhetag in New York. Auf dem Zimmer bleiben; bestimmt nicht – aber darum brauchen ich mir eigentlich keine Gedanken zu machen – ich habe keine Ruhetag und morgen hole ich mir meine Medaille!!!

Thema: WPFG | Kommentare (1) | Autor: Joachim

25 mal 400 Meter – was ein Sch…

Donnerstag, 1. September 2011 0:59

31. August / New York – 10.000 Meter Bahn

25 mal 400 Meter – manche Sachen sollten verboten werden. Ein Volkslauf über 10 km ist ja schön und gut, aber ein Lauf auf einer 400 Meter Bahn ist der Hammer, da ist doch wirklich kein Kilometer kürzer. Die Strecke ist auch  genau 10 Kilometer. Und von anspruchsvollem Gelände kann man bei einer Tartanbahn auch nicht sprechen. Es gibt keine Ausreden, wenn die Zeit nicht stimmt. Aber der Reihe nach.

Da nicht genau geklärt war, wann der Start erfolgen sollte; zwischen 08:00 Uhr und 11:00 Uhr standen zur Auswahl, klingelte der Wecker um kurz vor 06:00 Uhr.
Nach kurzen Snack auf dem Zimmer mit U-Bahn und Bus zum Leichtathletikstadion. Einchecken, natürlich wieder einem Problem. Meine Startnummer ist irgendwie nicht vorhanden; also bekomme ich eine andere Startnummer, auf der dann auf der Rückseite mittels Edding meine Nummer notiert wird.
Ich startete als Master B im vierten Lauf des Tages. Vorher starteten die “ganz alten Säcke und Frauen”. Also Zeit genug, um mich mental auf diesen Wettkampf einzustellen.Während des zweiten Laufes kam auf einmal Hektik auf. Uwe kam zu mir und sagte, die haben die beiden nächsten Läufe zusammengelegt; wir sind gleich dran. Also umziehen und dann ein weiteres Mal bei der Akkreditierungsstelle melden, weil man ja noch eine “Lane-Nummer” (als Aufkleber für Hemd und Hose bekommt). Nur meine Nummer war wieder nicht da; egal, weil der Sieger (des zweiten Laufes) gerade ins Ziel läuft und bis alle drin sind, dauert es noch 10 Minuten. Kurze Zeit später hatte ich dann auch meine Nummer. Nur starten konnten wir immer noch nicht. Hintergrund: ein 75jähriger Kollege (wenn ich jetzt schlich schreibe – ist dies nicht böse gemeint, aber für die 400Meter brauche er geschlagenen 5 Minuten) noch unterwegs war. Und er hatte noch 6 Runden zu “laufen”.
Das passte aber dem Hauptverantwortlichen überhaupt nicht; das passte überhaupt nicht in seinen Zeitplan. Es folgte ein kurzer Dialog; aber aufgeben wollte der Kollege (zu Recht!!!) nicht.
Also wurden wir auf die Strecke geschickt und durften ihn dann noch entsprechend oft überholen.
Ein ganz großer Vorteil hatte die frühe Startzeit. Die Sonne hatte sich jetzt schon so weit um das Stadion gedreht, dass die komplette Strecke von ihr eingeheizt wurde. Wozu braucht man auch Schatten.
Knapp 30 Athleten in verschiedenen Altersklassen gingen somit auf die 25 Runden. Die ersten 3-4 Runden verliefen relativ gut; man konnte die Gegend erkunden und sich dann Gedanken über die weiteren Kilometer machen. Bei km 5 kam dann der erste Gedanke, du hast doch noch andere Wettkämpfe, hör doch auf. Aber aufgeben gibt es nicht, also weiter. Dann eben etwas locker; aber das ist auch doof, denn bin ich ja noch länger in diesem Glutofen. Und die Medaillen waren schon lange weg. Ich wurde sogar bald das erste Mal überrundet.
Ab km 7 brannten die Sohlen ganz schön. Als ich dann auf die letzten 2 Kilometer gehen wollte, sagte mir meine Schriftführerin/Zählerin: Nein, du hast noch 2400 Meter. Eine Runde überlegte ich, was ich mit Ihr alles machen könnte, aber bevor ich Hand anlegen konnte, rief sie mir beim nächsten Vorbeilaufen zu: Sorry, You are wright!! Da hat sie aber Glück gehabt ;-)
Als ich auf die letzten 700 Meter ging, lief Uwe Röpstorf ins Ziel (Super, Glückwunsch; denn damit hat er sicher eine Medaille).
Nach endlosen und völlig undiskutablen 39:32 Minuten (die letzten 5 km in knapp 21 Minuten) lief ich dann auch endlich ins Ziel. Na ja – ich lief zumindest; zwei meiner Mitstreiter mussten mit Kreislaufproblemen aufgeben.
Schnell in den Schatten und dann zur Zielverpflegung. Wasser, mit und ohne Eis, standen den Athleten zur Verfügung. Welch ein Luxus!!! Das es natürlich keine Duschen und Massagen gab, Schwamm drüber. Wird eh überwertet!!
Bis zur Siegerehrung verging dann noch locker eine Stunde. Tja, bei dreizehn Startern in der AK Master B will man ja nichts falsch machen. Uwe erreichte den dritten Platz; ich wurde Vierter – mehr war aber auch dieser Lauf nicht wert.
Eine Siegerehrung gab es natürlich auch nicht. Wenn man unter den Medaillenkandidaten war, konnte man zu einem Tisch gehen, sich seine Medaille abholen und wenn man wollte, sich auf dem entsprechendem Treppchenplatz vor einer Sponsorenwand positionieren.

Den frühen Nachmittag verbrachte ich dann zwischen der 125 und der 34 Straße. Sightseing von Norden nach Süden. Nach ein Tipp für alle New Yorkfahrer: Wenn Ihr auf der falschen Straßenseite geht, könnt ihr verschiedene Sehenswürdigkeiten einfach übersehen, auch wenn sie noch so hoch und groß sind.
Hätte ich nicht einen Block vor dem Chrysler Buildung die Straßenseite gewechselt, hätte ich mein Lieblingsgebäude einfach übersehen.
So ist es mir bestimmt auch beim “Bügelhaus” 2003 ergangen.

Ziel der Nachmittags-Tour war das Konvention Center. Ich wollte doch gerne mein Ergebnis vom Einzelzeitfahren wissen. Aber auch hier wunderte man sich, warum noch keine Ergebnisse vorhanden waren.
Noch kurz bei ein paar Wettkämpfen (Hufeisenwerfen und Bankdrücken) zugeschaut, dann ging es auch schon wieder Richtung Chinatown. Essen, duschen und die üblichen Tagesgeschäfte erledigen. Dann ab ins Bett – morgen ist Bergzeitfahren.

Thema: WPFG | Kommentare (5) | Autor: Joachim

Was für ein erster Wettkampftag

Dienstag, 30. August 2011 23:53

30. August / New York – Einzelzeitfahren Rad

Halb sechs bin ich von alleine (vor dem Wecker) wach geworden. Ich bin bereit; draußen ist es zwar noch dunkel, aber bis zum Convention Center sollte es irgendwie klappen. Kurzes Frühstück auf dem Zimmer, dann runter zum Fahrrad. Die erste Tür bekomme ich ja noch auf, aber die nächste  Tür ist und bleibt verschlossen. Verdammt, wie komme ich denn jetzt an mein Rad. Vorsichtiger Versuch bei meinem Hausherrn zu klopfen, vergebens. Tja, da bleibt nur zu hoffen, dass gleich jemand ins Büro muss.
Gegen 07:15 Uhr kommt dann endlich ein Verantwortlicher. Lächelnd öffnet er mir die Tür. Da der Bus-Shuttle jetzt schon unterwegs ist, kommt nur Plan B in Betracht. Ab in die U-Bahn (darf man eigentlich mit dem Fahrrad U-Bahn fahren – egal – Plan C gibt es ja nicht) und weiter über die Av U in Richtung Zeitfahrstrecke.
Nicht ein verdammtes Hinweisschild; an der Tankstelle erfahre ich aber, dass ich in der Nähe bin. Gegen 08:50 Uhr bin ich dann am Wettkampfort.  Ein Teil eines alten Flughafens; Panzerplatten wo das Grün aus den Fugen raus wächst, dient heute als Radstrecke.
Jetzt erfahre ich auch endlich wie lange der Wettkampf sein wird. 12 km; heißt vier Runden auf der flachen als Dreieck angelegten Strecke.
Viel los ist auf jeden Fall noch nicht. Da der Bus-Shuttle noch nicht da ist, wird der Start um 30  Minuten verschoben. Bei einer Proberunde wird klar; Kette rechts, auf den Auflieger ablegen und knallen. Die Bremsen könnte man abbauen, denn hier geht alles volle Pulle; wenn nur der Wind nicht wäre.

09:30 Uhr dann der erste Start.

Da ich, aus welchen Gründen auch immer nicht gemeldet bin, werde ich auf einer Nachrückerliste gesetzt und starte, wenn alle anderen durch sind. Hat Vor- und Nachteile; mal abwarten.
Die Organisation ist auch jeden Fall katastrophal; keine Informationen, keine Toiletten, keine Verpflegung – jeder, aber auch wirklich jeder, Volkslauf den ich kenne ist besser organisiert.

Die Zeitnahme erfolgte mittels Papier und Stoppuhr. Das gibt ein Chaos. Das Chaos begann dann erst recht um 10:30 Uhr. Nach 3,5 Stunden (!!!) war der Bus-Shuttle endlich am Flugplatz eingetroffen. Natürlich war das Rennen schon in vollem Gange. Warum der Transport so lange brauchte, hatte diverse Gründe (zu wenig Busse, zu wenig LKW`s für die Räder, ein verlorener Schlüssel, Rush-Hour) auch jeden Fall waren alle tierisch sauer.
Da aber alle die Chance haben sollten noch zu starten, wurde die Nachrückerliste einfach erweitert.
Da dies aber nur von einer Person bewältigt wurde, brauchte das seine Zeit. Da aber der Start etwas weiter weg war, hatte der Starter irgendwann keine aktuelle Starterliste. Das Rennen wurde unterbrochen.
Gegen 13:00 Uhr, also bei bester Mittagshitze wurde ein zweiter Start angesetzt.  13:07 Uhr startete ich; vier Runden wurde geballert was die Beine hergeben; aus der Aeroposition wurde nicht ein einziges Mal raus gegangen. Auf dem Gegenwindstück wurde gebissen, der Rest wurde geballert.

Nach geschätzten 20-22 Minuten war es dann vorbei. Wer gedacht hatte, Ergebnisse würden schnell ermittelt werden können, der hatte sich gründlich geschnitten. Denn das Handgeschriebene musste ja auch noch in den Computer. Und Fehler waren vorprogrammiert; wer hat sich den z. B. einfallen lassen, schwarze Startnummern auf dunkellila Flächen zu drucken (nicht wieder zu erkennen) und ob alle vier Runden absolviert haben, ist auch fraglich.
Da also dort nichts mehr zu erwarten war,  ging es in einer einstündigen Radfahrt zum Zimmer. Verpflegen, duschen und relaxen für den nächsten Tag. 10.000 Meter auf der Bahn.

Thema: WPFG | Kommentare (1) | Autor: Joachim

Bald geht es los …

Dienstag, 30. August 2011 0:35

29. August / New York – eigentlich Einzelzeitfahren Straße

Von der Sonne wurde ich gegen 07:30 Uhr wach geküsst. Ein herrlicher Tag stand bevor. New York ist back!! Da im Convention Center die ersten Wettkämpfe gegen Nachmittag beginnen sollten, schnappte ich mir mein Fahrrad und startete zu eine kurzer Erkundungstour. Aus der kurzen Tour wurde dann ein Trip von 5 Stunden. In diesen habe ich aber auch zweimal gefrühstückt, zig Bilder gemacht und viel Gegend angesehen.
Von Chinatown ging es über die Williamsburg Bridge, danach durch Brooklyn. Über die Brooklyn Bridge ging dann entlang des Hudson Rivers Richtung Convention Center. Als ich in dieser Höhe die nächste Brücke am Horizont sah, ging es weiter in Richtung Norden. Vorbei an einem Flugzeugträger, der am Pear 69 lag und gegen 24 Dollar Eintritt besichtigt werden konnte. Die George Washington Bridge wurde schnell passiert. Einmal rüber und auf dem selbem Wege wieder zurück.

Die Brücke werde ich im Laufe der Woche nochmals passieren, da in der Nähe das Bergzeitfahren stattfindet und wir als Gruppe gemeinsam dorthin radeln.
Zurück ging es durch die Innenstadt. Vorbei an der Universität, in der heute die Neuen Ihre Einschulung hatten und mit Sack und Pack vor der Uni saßen und auf ihre Zimmer warteten.
Im Central Park konnte man noch am meisten die Kraft von Irene nachvollziehen; Bäume und Äste lagen überall herum; aber die Aufräumarbeiten waren im vollen Gange. Hier könnte man glatt einen ganzen Tag verbringen; dass man dabei in New York ist, vergisst man ganz schnell.
Weiter ging es zur Queensboro Bridge. Neben dieser fährt eine Gondel Anwohner/Berufstätige auf Roosevell Island. Was es nicht alles gibt. Über die bekannte Williamsburg Bridge ging es dann zurück zur Unterkunft. Kurzes Gespräch mit Don, duschen, E-Mails checken und dann ab mit Bus und Bahn zum Convention Center. Hier erfuhr ich dann, dass die Spiele, für mich plötzlich und unerwartet, mit dem ausgefallenen Einzelzeitfahren von heute morgen losgehen würden.

Tja, da habe ich mich doch gut eingefahren ;-)
Das Convention Center war zu der Zeit voll in der Hand diverser Sportler. Auf drei Ebenen wurde um die ersten Medaillen gekämpft bzw. standen die ersten Wettkämpfe an. Schießen, Wrestling, Ringen, Judo und Karate in einem Block; Boxen, Dart und Indoor Rudern auf der nächsten Ebene. Und in der größten Halle waren zig Plätze für Basketball, Fußball, Badminton, Volleyball und Tischtennis eingerichtet. Bodybuilding fand in einer Nebenhalle statt. Wahnsinn!!

Nach zwei Stunden ging es dann noch kurz in die Stadt. Times Square bei Tag stand auf dem Programm. Hier war die Stadt so, wie man sie aus Bildern kennt. Rappelvoll, Massen ziehen durch die Straßen, es wird gehupt und geschimpft.
Später wurde im Supermarkt dann noch etwas für die nächsten Tage eingekauft; dann ging es Heim.

Ich musste ja um 07:00 Uhr am nächsten Morgen am Convention Center sein; denn dann ging es von dort  per Sammeltransport zur Entscheidung Einzelzeitfahren Rad; d. h. 06:00 Uhr Fahrt von der Unterkunft zur 34. Straße. Hoffentlich ist es da schon hell.

Thema: WPFG | Kommentare (2) | Autor: Joachim

The Day after “IRENE”

Sonntag, 28. August 2011 23:21

Tag 05 – 28. August (Sonntag) / New York – eigentlich Triathlonwettkampf

Solche Tage liebe ich ;-) Den ganzen Tag NICHTS aber gar nichts zu tun. Einfach nur rumhängen und faulenzen. Das beginnt dann mit langem schlafen. Als ich gegen 07:30 Uhr aufstand, war es immer noch am regnen. Nachts wurde ich zwei-/dreimal durch starken Wind und den heftigen Regen geweckt, aber es hielt sich absolut in Grenzen: Man könnte sagen, ich habe Irene verpasst/verpennt.
Da RTL im Live-Stream den Formel 1 Lauf in Spa übertrug hielt sich meine Langeweile bis 09:45 Uhr in Grenzen.  Per E-Mail kam dann die erwartete Absage des Einzelzeitfahrens für morgen.
Als es gegen 10:00 Uhr aufhörte zu regnen musste ich raus!!! Eine Brückenrunde war angesagt. Einmal über die Manhattan Bridge mit phantastischen Blick auf die Skyline von New York und wieder zurück.
Draußen wurden dann erst sichtbar, was Irene angestellt hatte. Äste, Bäume lagen kreuz und quer, Straßen waren teilweise überflutet; aber eigentlich noch alles im erträglichen Rahmen. Zumindest in diesem Bezirk.
Nach gut einer Stunde war ich dann wieder zurück. Ich hatte Glück, denn zum Ende hin begann es wieder zu regnen. Da es aber immer noch sehr warm war, machte das nicht viel aus.

Um 11:30 Uhr ging ich dann in die spanische Messe. Die vorhergehenden chinesischen und englischen Messen waren nur mäßig (2 bzw. 3 Personen) besucht; hier konnte man, bei über 20 Personen, schon von einem Ansturm sprechen.
Nach dem Checken weiterer Mails ging es dann am Nachmittag zu einem weiteren Spaziergang. Wieder zu einer Brücke; diesmal war die Brooklyn Bridge das Ziel.
Da die Busse und Bahnen immer noch nicht fuhren, musste alles zu Fuß erkundet werden. Bzgl. der U-Bahnstationen hatte ich mittlerweile auch eine Zahl gelesen: 862 U-Bahnstationen wurden gesperrt; und da diese mindest zwei wenn nicht sogar mehr Ausgänge haben, lag ich mit der Zahl von über 1000 Ein- / Ausgängen im letzten Blog recht gut.
Die überfluteten Straßen vom Vormittag waren schon wieder Vergangenheit; die Aufräumarbeiten waren im vollen Gange.
Gut zwei Stunden war in unterwegs; an der Uferpromenade in Brooklyn habe ich sogar auf einer Parkbank für ein paar Minuten ruhig gesessen und relaxt.


Bis zum Abendessen wurden dann im Zimmer gesurft (Treppenlauf soll am kommenden Samstag nachgeholt werden!!! / Triathlon wurde komplett abgesagt / mehr Infos morgen im Konvention Center), gelesen und weiter relaxt.

Kurz vor 18:00 Uhr ging es dann zum Abendessen. Wenn mich jemand gefragt hätte, hätte ich Gyros bestellt. Aber erstens hat keiner gefragt und zweitens bin ich froh, wenn überhaupt ein Imbiss auf hat. Und genau so kam es. In der Gegend unterhalb der Washington Bridge war alles geschlossen. Also auf zu meinem Imbiss von vor zwei Tagen. Aber auch dieser hatte geschlossen. Da blieb also nur der Italiener an der Ecke. Somit gab es Spaghetti mit zwei überbackenen Hähnchenschnitzeln. Lecker und viel.
Während ich beim Essen aus dem Fenster schaute, fuhren nun auch wieder die ersten Busse durch die Stadt. Die Zahl der Taxen hatte auch deutlich zugenommen. Sehr gut  – New York erwacht!!

Also morgen muss etwas geschehen, noch so ein Tag und ich …

Thema: WPFG | Kommentare (1) | Autor: Joachim

Die ersten Eindrücke und Irene

Sonntag, 28. August 2011 2:00

Gestern um 16:10 Uhr wurden die World Police and Fire Games 2011 in New York offiziell eröffnet. Wann sie aber wirklich starten, kann man jetzt noch nicht vorhersehen.

Der Wirbelsturm Irene kommt nach New York und regiert die Metropole.

Einen Titel (Treppenlauf) werde ich wohl nicht verteidigen können, den anderen (Triathlon) mir wohl nicht wiederholen können. Aber egal, bei geht es nur um Sport!!

Da ich (leider) erst seit heute online bin, fällt der erste Blog etwa länger aus. Trotzdem viel Spaß beim lesen ;-)

Tag 01 – 24. August / Flug nach New York

Ging das Einchecken des Reisekoffers in Düsseldorf problemlos, war der CheckIn des Radkoffers wieder einmal ein “Drama”. Wieder einmal wurden die Kartuschen bemängelt. Auf die Aussage, dass ich auch im Koffer welche hätte, erwiderte die Dame am Band; dann werden sie wohl gleich ausgerufen. Darauf wartete ich aber vergeblich. Ohne Beanstandung flog der Koffer über den großen Teich.
Der Flug verging relativ schnell. Zwei Videos, von denen ich einen kannte und einen überhaupt nicht sehen wollte, verkürzten mir diesmal nicht die Zeit. Zwei kleine Snacks gegen den kleinen Hunger und schon waren wir in NEW YORK!!!
Jetzt brauchte man viel Geduld. Die Passkontrolle mit Fingerabdruck (aller Finger!!) und einem Portraitfoto zog sich ganz schön in die Länge. Pech war auch noch, dass einen Schalter wegen Feierabend und einer wegen Probleme, welcher Art auch immer, kurz vor mir geschlossen wurden.
Als ich dann endlich am Förderband war, war dieses schon komplett leer und mein Koffer stand einsam im Gang. Nur was nicht da war, war mein RAD!!!
Nachdem ich bei der zuständige Stelle erklärt hatte, dass es sich dabei um ein extra großes Gepäckstück handelte, machte man sich auf die Suche und kam 10 Minuten später mit meinem Giant-Karton an. Welch Erleichterung.
Jetzt sollte nur noch der Transfer in die Stadt klappen. Aber die Dame vom Info-Desk war schnell der Verzweiflung nah. Aber sie gab nicht auf. Mit einem Yellow Taxi, für 50 Dollar, ging es nach dann nach Chinatown.
Hier ist nämlich das Quartier der nächsten Tage: Priesterhaus St. Therasa Kirche in der Henry Street 141.
Gegen 18:30 Uhr Ortszeit war ich endlich dort angekommen. Wenn man alles zusammenzählt doch schon ne lange Zeit.
Das Zimmer bzw. die beiden Zimmer im Haus von Don Baker waren mehr als ich erwartet hatte. Absolut perfekt!!!
Bevor es dunkel wurde, ging es schnell noch in die Stadt. Chinatown, Wallstreet, Broadway, Freiheitsstatue (wenn auch nur aus der Ferne) und Ground Zero standen auf der ersten Sightseing Tour. Kleines Abendessen bei Mc Donald – dann ab nach Hause. Gegen 21:30 Uhr (03:30 Uhr dt. Zeit) war dann Feierabend. Gut geschlafen wurde ich das erste Mal gegen 06:00 Uhr wach.

Tag 02 – 25. August / New York – Registration und Empfang beim dt. Generalkonsul

Um 07:00 Uhr wollte ich dann wirklich nicht mehr schlafen; duschen und auf in die Stadt. Bzw. auf zum Jakob K. Javits Convention Center; schnell registrieren – bevor die anderen kommen.
Dieser Plan ging auch voll auf. Mit der Metro ging es recht schnell dorthin. hatte mir eine 7 -Tageskarte geholt; dann bin ich flexibel.
Die Registration war so schnell erledigt, sodass die Aussteller-Messe noch gar nicht geöffnet hatte. Also wieder raus und ab in die Stadt. Frühstücken bei Mc Donald und dann vorbei am Empire State Buildung zu einem Highlight der Stadt, welches ich 2003 irgendwie vergessen hatte.


Das “Bügelhaus” / das Flatiron Building stand auf dem Programm. Geniales Gebäude, wunderschön.
Auch wunderschön sind immer die vielen kleinen Parks in der Stadt und die Kunstwerke; die man rechts und links findet (wenn man nicht blind durch die Stadt rennt).
Sehenswert war dann auch die St. Patrick Cathedral, die als nächsten auf der Tour stand. Da es mittlerweile goss wie aus Kübeln wurde nun kurzerhand das Rockefeller Center gegenüber besichtigt.
Danach ging es zurück zum Convetion Center. Information zu den einzelnen Wettkämpfen wurden eingeholt, die Ausstellermesse in Augenschein genommen und dann stand die nächste Aufgabe/Herausforderung von zu Hause an.
All Star Slouchy Hi-Top Converse Schuhe in black/purple und All Star Slim Slip Converse Schuhe in parchament sollten gekauft werden.
Nach acht Läden (einem Converse Super Store!!!), von denen ich einen sogar doppelt besucht hatte (der Verkäufer erinnerte sich sogar noch am mich) – gab ich auf!! Keine Chance!!
Mit Bus und Bahn ging es zur Unterkunft zurück. Dort umziehen, Fahrrad zusammenbauen und fertigmachen für den Empfang bei deutschen Botschafter im Haus der Nationen.
Mit halbstündiger Verspätung traf ich in dem Generalkonsulat ein. Unsere Chefs schwangen die üblichen Reden, der Vertreter des Generalkonsulates begrüßte uns sehr herzlich. Es gab kleine Snacks, Obst und Getränke. Der Magdeburger Schwimmer und die Kölner Läuferin waren auch dort. Kurzer Talk.
Um 20:00 Uhr hatte ich aber davon genug. Ich hatte mir noch ein Ziel gesetzt. Times Square. Also einmal quer durch die Stadt. Was sich dann an dem Platz abspielt, kann man mit Worten kaum beschreiben.
Menschenmengen stehen, schieben, sitzen, bestaunen, diesen mit überdimensionalen TV Wänden bestückten Platz. Wahnsinn!!!
Mit der U-Bahn ging es dann wieder nach Hause. Zum Abendessen noch schnell ne Banane, ein paar Zeilen im neuen Buch von Arto Paaslinna “Schutzengel mit ohne Flügel” gelesen, dann fielen mir auch schon die Augen zu.

Tag 03 – 26. August / New York – Eröffnungsveranstaltung

08:30 Uhr verließ ich meine Unterkunft in Richtung Flushing Meadows. Die Zeitung in der Metro hatte leider die erwartete schlechte Schlagzeile; der Wirbelsturm Irene war genau in Richtung New York unterwegs. Laut Zeitung sollte sogar Soho evakuiert werden und alle öffentlichen Außenveranstaltungen am Sonntag wurden abgesagt.
Von den WPFG stand noch nichts drin, aber das kommt bestimmt (spätestens) bei der Eröffnungsfeier.
Nach langer Bahnfahrt und langem Fußmarsch (fast hätte ich abgebrochen, denn ohne Kartenmaterial in einer fremdem Stadt – ist gewagt) durch den Ortsteil “Seven Hills” in Queens (ganz anders als New York) war ich endlich am ersten Tagesziel eingetroffen: Flushing Meadows Stadium- riesengroß in einem wunderschönen Park gelegen. Und Tennis wurde dort auch schon gespielt; aber bedingt durch die fortgeschrittene Zeit musste ich schnell zur Eröffnungsfeier. Aber ich komme wieder – versprochen!!
Bei der Eröffnungsfeier im Prospekt Park im Ortsteil Brooklyn wurde dann die Absage der Triathlonveranstaltung bestätigt. Uwe Röpsdorf hatte die Informationen aus dem Netz. Naja, kann man nichts machen; ist sehr ärgerlich, aber es ist nur Sport. Bei anderen geht es bestimmt/vielleicht um ihre Existenz
Die Eröffnungsfeier bei tropischen Temperaturen zog sich unendlich lang. Der Aufmarsch der Nationen dauerte 1,5 Stunden.
Irgendwann wurde es selbst mir zu viel und ich verkroch mich in den Schatten. Gänsehautfeeling kam bei der amerikanischen Nationalhymne auf. Als dann aber endlich nach 3 Stunden die Spiele eröffnet und das Feuer entflammt wurde, waren nur noch eine Handvoll AthletnInnen im Park. Eigentlich Schade, aber selber Schuld. Die ersten waren ja schon über 5 Stunden vor Ort.
Musikalisch wurde die Veranstaltung durch einen New Yorker Gitarist und Mitglieder/Sänger aus dem Musical Spiderman aufgewertet.
Mit der U-Bahn ging es zurück zur Unterkunft. Hier hatte Don die notwendigen Infos bzgl. Irene schon an die Türe gesteckt. Wenn man dem glauben darf, kommt da wirklich was auf uns zu. Im Internet wurde dann die auch Absage für Sonntag bestätigt, was mit dem Samstag ist – wurde nicht abschließend geklärt. Dies ließ man offen.
Da es noch recht früh am Nachmittag war, beschloss ich noch eine “Schiffstour” zu machen. Bei der Fahrt mit der Staten Island Fähre bekam man die Information, dass alle öffentlichen Verkehrsmittel am Samstag ab 12:00 Uhr stillstehen. Das erklärt dann auch, warum die meisten U-Bahnschächte mit Planen und Sandsäcken abgedeckt wurden. Man hatte irgendwie Respekt!
Damit ist meines Erachtens aber auch der Samstag mit der Titelverteidigung im Treppenlauf gestorben. Aber mal abwarten.
Mit der Staten Island Ferry ging es einmal über den Hudson River und wieder zurück. New York bei untergehenden Sonne; phantastisch und dabei auch noch kostenlos; leider aber auch sehr zeit intensiv (1 Stunde ist man locker unterwegs!)


Die Suche nach einem Pizzahändler in der Nähe meiner Unterkunft verlief leider negativ; komisch – essen Chinesen denn keine Pizza;-) – aber in eine Imbissbude bekam ich dann die erste warme Mahlzeit (Linguini Bolognese – sehr lecker) in Amerika. Naja, nach 5 Blaubeeren Donuts über den Tag verteilt hatte ich auch gut Appetit.
Noch schnell zu meinem China-Supermarkt an der Ecke – Obst und etwas zu trinken geholt – dann war auch dieser Tag schon wieder vorbei. Mal gespannt was morgen passiert!!!

Tag 04 – 27. August / New York – eigentlich Treppenlauf

06:30 Uhr klingelt plötzlich mein Handy. Günter fragt nach dem aktuellen Stand. Tja, unverändert. Irene kommt gegen Mittag oder Abend und was mit den Spielen ist, steht in den Sternen. Leider stand laut Günter auch nichts auf der Homepage der WPFG.
Gegen 08:00 Uhr packte ich dann meine Sachen und mache mich auf den Weg zum Groud Zero. Hier sollte eigentlich der erste Wettbewerb (Treppenlauf in einem Gebäude neben dieser riesigen Baustelle) stattfinden. Aber im Gegensatz zu den anderen Spielen: kein Hinweis, keine Schilder – schlechte Organisation. Mit ein paar Spaniern fragen wir an der Rezeption mal nach. Kurzer Hinweis: All Competition are cancelt.
Tja, das war es dann mit der Titelverteidigung.
Zu Fuß geht es Richtung Hundson River. Der Wintergarten des World Financial Center ist absolut sehenswert. Und das schönste um diese Uhrzeit – menschenleer. Unten am kleinen Hafen liegen ein paar wunderschöne Yachten.
Aber irgendwie ist heute alles merkwürdig. Der Verkehr ist meines Erachtens viel ruhiger wie sonst; es gibt Gebäude/Geschäfte die wurden mit Folie verklebt, andere Bewohner/Arbeiter platzieren Sandsäcke an diverse Türen. Ich kann das alles nicht einschätzen.
Gefrühstückt wird auf einer Parkbank in einem der zahlreichen Park mit Blick auf die andere Seite von New York.
Durch Chinatown geht es zurück zur Unterkunft. Da es schon leicht zu regnen beginnt, bleibt keine Zeit für Besichtigung.
Na kurzer Rast (naja eben Rucksack ablegen und Toilettengang) geht es wieder raus. Noch einmal die Beine vertreten. Es geht unter die Manhattan Bridge. Der weitere Spaziergang führt mich dann zur Williamsburg Bridge. Hier haben Fußgänger und Radfahrer über der eigentlichen Straße eine eigene Fahrspur.
Das muss und werde ich mir wohl später genauer ansehen. Bridge-Riding; das heißt mit dem Fahrrad die diversen Brücken befahren. Aber dazu brauche ich gutes Wetter; mal abwarten.
Gegen 11:00 Uhr beginnt es zu schütten. Unterschlupft finde ich in einem Bushaltenstellenhäuschen. Eine Frau fragt mich: “Is this the Beginning??  It is early!!”
Nach 10 Minuten wird es aber auch schon weniger und ich gehe zur Unterkunft zurück. Klamotten werden schnell getrocknet und per Handy die Heimat über den aktuellen Stand informiert. Das mit der Handykarte klappt suboptimal. SMS gehen raus, Anrufe kommen rein, aber raustelefonieren klappt nur mit einer eigenen Karten-Vorwahl und Kennwortoption. Ziemlich lästig. WLAN geht gar nicht.
Jetzt treffe ich auch endlich Don. Kurzer Austausch über das was auf uns zukommt. Dann richtet er mir sein WLAN ein und ich bin online!!!!
Zwei Stunden wird gearbeitet.
Als es wieder aufhört zu regnen, geht es zu einem weiteren Erkundungstrip raus. Chinatown, Italian City und der Washington Square Park stehen diesmal auf dem Programm. Und das natürlich alles zu Fuß. Denn seit 12:00 Uhr fahren ja kein Busse und Bahnen mehr. Alle Zugänge zu den Metrostationen sind mittels Flatterband versperrt. Und das sind nicht 10, auch nicht 100,  bestimmt über 1000. Wahnsinn!!!
99% der Geschäfte sind geschlossen; teilweise mit Pappe und/oder Brettern gesichert. Parkanlagen, Spielplätze sind gesperrt.
Als sich dann am weit entferntesten Punkt der Tour war, begann es natürlich wieder zu regen. Nach einer Viertelstunde war es aber wieder vorbei.
Auf dem Weg zurück gab es dann noch ein Stück Pizza; dann war der Tag auch schon vorbei, auch wenn es erst 17:00 Uhr war. Gegen 18:00 Uhr sollte dann Irene kommen und ab dann sollte man nicht draußen herumlaufen.

Thema: WPFG | Kommentare (3) | Autor: Joachim