Beiträge vom September, 2011

GAME OVER

Montag, 5. September 2011 1:02

04. September (Sonntag) / New York – Abschlussfeier

Nach kurzer Nacht wurde als erstes das Fahrrad wieder in den Karton gepackt. Danach kurzes Frühstück beim “goldenen M”. Nach der englischen Messe beim Don fuhr ich mit der U-Bahn zum Baseball in die Bronx. Ich schaute mir eine Spiel der New York Yankees an. Das Stadion war mit über 50.000 Zuschauern ausverkauft; aber Tickets gibt es in der Regel ja immer noch.

Die Stimmung hätte besser sein können. Mein Problem; ist verstand das Spiel / die Regeln nicht. Aber bei diversen Opern geht es mir ja genau so ;-)

Gegen 17:45 traf sich dann die Mix-Mannschaft, um die Goldmedaille zu erhalten. Der Teamkapitän hatte sie schon vormittags abgeholt und so wurde nur noch das Mannschaftsfoto gemacht.

Um 18:00 Uhr fand dann die Abschlussfeier statt. Lustlos, ohne irgendein Highlight sind die Spiele nun zu Ende.

Irgendwie bin ich froh, denn ich bin ganz schön platt. Jetzt heißt es auch für mich PAUSE!!! EROLHUNG – KRAFT TANKEN. Dafür fliege ich morgen für fünf Tage nach Miami und am 19. September nach Ägypten; aber dann ….

Bis zum nächsten Training, oder sonst wo!!
Gruß Joachim

PS. Jeden Tag einen Blog zu schreiben, ist auch nicht ohne. Wenn ich mir so manchen Blog anschaue, würde ich vieles anders / besser schreiben. Die Formulierungen sind auch schrecklich; aber was soll es. Ich hoffe, Ihr hattet ein wenig Spaß und habt die ein oder andere Sache einfach überlesen.

Thema: WPFG | Kommentare (4) | Autor: Joachim

2mal Gold, 1mal Bronze – was für ein Abschluss

Sonntag, 4. September 2011 5:32

03. September / New York – Treppenlauf

Um 08:30 ging es zum Haus 7 des World Trade Centers.

Problemloses Einchecken; 10:00 Uhr startete die Feuerwehr in kompletter Montur; danach wir.
Es wurde 12:oo Uhr, 12:30 Uhr, 13:00 Uhr und die Feuerwehr war immer noch dran. Mein Gott, was für ne Warterei. Ich bin heiß; ich will  auch da hoch!!! Dann waren wir doch noch dran. 14:00 Uhr machte ich mich auf den Weg als letzter der Master B.
3 Etagen recht steil hoch, ein kurzer Sprint über einen Flur. Am Ende saß ein Helfer recht regungslos. Auf meine Frage: “This Way?” – kam es kurzes “Yes!!”
Von jetzt an ging es 32 Etagen nach oben. 22 Stufen Absatz wieder 22 Stufen – dann war eine Etage geschafft.

Das erste Etagenschild welche ich bemerkte war die 10, da pfiff aber schon aus dem letzten Loch. Alle 2-3 Etagen stand ein Helfer bereit; ob das aber ein Mann oder eine Frau war, kann ich nicht mehr sagen, der Blick ging immer wieder zu den sch… Stufen.
Ich hangelte mich immer am Geländer innen entlang und nahm aber immer noch 2 Stufen. Die ersten Überholvorgänge standen an. Manche machten fair Platz; einen Teilnehmer musste ich 1 Etage lang außen überholen. Bei der 35. Etage schrie dann jemand: “Good Job, only two!!” Das war es. Endspurt – alles geben. Raus aus dem Treppenhaus und die letzten 10 Meter geradeaus. Aber mein Körper wollte nicht geradeaus; er wollte immer wieder rechts herum (da gibt es doch so ein Spiel mit der Flasche, drum herum laufen und dann versuchen geradeaus zu laufen; so fühle ich mich in dem Moment). Ein Helfer setzt mich auf einen Bürostuhl und fährt mich aus dem Zielbereich. Wasser und Eis helfen jetzt auch nicht wirklich; die Luft (hier gab es m. E. gar keine) war weg. Ich japste wie ein Fisch auf dem Trockenen; ich hustete und röchelte.
Als ich nach 10 Minuten wieder Herr meines Körpers war, konnte ich jetzt aber die fantastische Aussicht genießen. New York lag mir zu Füßen. Die beiden neuen Brunnen am Ground Zero -genial-, die haben so viele noch nicht gesehen.

Fünf Minuten später sind auch schon die ersten Ergebnisse da. Platz 19 gesamt; Platz 1 in der AK Wertung. 5 Sekunden Vorsprung vor Platz 2; 10 Sekunden auf Platz 3 – SUPER!!! Wieder einmal habe ich die Spanier geärgert.

Unten kümmerten wir uns dann um die Mannschaftswertungen. Mit der Oldie-Mannschaft war der dritte Platz keine große Überraschung. Der Hammer war dann aber, der 1. Platz mit der Mixmannschaft (3 Männer und 1 Frau). Die Medaillen haben wir zwar noch nicht, denn ein Protest bzw. ein Einspruch machten diesen Platz erst sicher. Morgen sollen wir die Medaillen bekommen.

Den krönenden Abschluss aus meiner Sicht, bildete dann der Besuch der US-Open.

Deshalb ist dieser Bericht auch etwas kurz gefasst, denn mittlerweile ist es fast 02.00 Uhr und ich will in mein Bett!!

Thema: WPFG | Kommentare (4) | Autor: Joachim

Titel (leider) nicht zurückgeholt, aber Platz 2 verteidigt!

Samstag, 3. September 2011 2:11

02. September / New York – Openwater Swim

Silber ist super!!

Um 06:00 Uhr ging es mit der U-Bahn nach Conney Island. Nach gut 30 Minuten war im Aquarium von New York die Registration. Gelbe Badekappe erhalten / Startnummer auf die eine, Startgruppe auf die andere Hand. Dann ging es zum Strand.
Nicht schlecht; hier könnte man Urlaub machen.

Der Kurs ist schon abgesteckt. Nach 100 Meter geht es an der ersten Boje nach rechts. Dann 750 Meter parallel zum Strand, an der nächsten gelben Boje erfolgt ein 180 Grad Turn und wieder parallel zum Strand entlang in die andere Richtung. Diesmal aber 1500 Meter. Hier wird wieder gewendet und des geht die letzten 750 Meter bis zur gelben Start-Boje, ehe dann die letzten 100 zurück zum Strand zu absolvieren sind. Sieht einfach aus, nur bei der langen Strecke schaut man in die tiefe Sonne, ob man da die Bojen erkennt??

Wettkampfbesprechung verläuft recht locker, es wird sogar mit Chip geschwommen, da kann doch fast nichts mehr schief gehen.
Als wir gegen 08:00 Uhr ins Wasser gingen (Start erfolgt aus dem Wasser!!) fielen Uwe und mir auf, dass nur wir beide eine gelbe Badekappe tragen. Alle anderen unserer Altersklasse tragen eine blaue Kappe. Naja, egal, dann achtet vielleicht keiner auf mich; und ich kann die anderen gut kontrollieren. Das fällt aber dann auch dem Starter auf, kurzer Dialog – erledigt. Wir dürfen in Gelb schwimmen.
Die Ersten gingen immer weiter ins Wasser, die Ersten links neben mir begaben sich schon in Bauchlage, rechts wurde auf einmal schon geschwommen. Also setzte sich das Feld (ohne Startschuss) in Bewegung. Über 200 Schwimmer und Schwimmerinnen sprinteten auf die erste Boje zu. Es wurde getreten und geschlagen. Unglaublich. Nach der ersten Boje entzerrte sich das Feld aber schnell. Die Bojen (auch wenn es ein paar mehr sein könnten) konnte man einigermaßen erkennen.
Nach der Wende ändert sich aber das Bild total. Orientierungslos schwamm ich hinter einem anderen Schwimmer her; Bojen sind nicht zu erkennen, aber eine blaue Kappe. Wir schwammen parallel zum nächsten Wendepunkt. Jetzt hieß es kämpfen. Ab und an konnte ich mich ein wenig absetzen, aber als es zur letzten Wendeboje ging, hatte ich scheinbar einen großen Bogen geschwommen und er ging (weil er den besseren Weg oder die bessere Strömung gefunden) innen locker und leicht vorbei. Aber noch blieben ja noch 800 Meter.
Wieder schwammen wir zwei unterschiedliche Wege, aber der Vorsprung wurde irgendwie immer größer. Jetzt blieb nur die Hoffnung, dass ich die Strömung finden würde, die mich nach vorne bringen würde. Aber die fand ich nicht und kam mit 52 Sekunden Rückstand hinter ihm im Ziel an. Mein Rücken und meine Schultern schmerzten; also hatte ich alles gegeben und den 2. Platz gewonnen.

Ich hatte meine Medaille!!! Gegen 12:30 Uhr wurde sie mir dann auch im Aquarium umgehängt. Diesmal war alles in einem ansprechenden Rahmen. So kannte ich es von den Spielen der vergangenen Jahre. Nach einem kurzen Spaziergang auf Conny Island ging zur Unterkunft, dort fiel ich müde ins Bett und schlief erst einmal eine geschlagene Stunde.

Nachmittags ging es durch die Stadt zum Convention Center. Am Abend finden dort die Finals im Boxen statt. Die schaute ich mir an. Als ich erfuhr dass jetzt auch die Ergebnisse des Einzeltzeitfahrens veröffentlicht wurden, ging es zügig zur Infowand Cycling. Und tatsächlich, man hatte die Ergebnisse fertig. Nur meinen Namen fand ich nicht auf der Liste; davor standen andere Athleten zweimal in der Liste mit verschiedenen Zeiten in der Liste. Also wie man so etwas veröffentlichen kann. Bei mir lag es wohl an der nicht zu erkennenden Nummer. Protest sinnlos, denn es gibt ja keine Aufzeichnungen. Und zum Glück hatte ich auch nicht mitgestoppt, denn so hielt sich mein Frust in Grenzen, denn ich hatte ja meine Medaille. Und die kann mir keiner mehr nehmen.

Allen WettkämpfernInnen, die am Wochenende oder in der kommende Woche noch an den Start gehen, wünsche ich alles Liebe und Gute. Habt Spaß, verletzt Euch nicht und kommt mit einem Lächeln ins Ziel. Zeitverbesserungen bei Vergleichswettkämpfen; also Wettkämpfen aus dem letzten Jahr, sind natürlich gewünscht und werden erwartet ;-) (also hau rein Günter!!)

Thema: WPFG | Kommentare (2) | Autor: Joachim

Bergzeitfahren – 9 Stunden unterwegs für 5:33 Minuten Wettkampf

Freitag, 2. September 2011 0:09

01. September / New York – Bergzeitfahren

Wieder der gewohnte Ablauf. Früh (06:30 Uhr) raus aus dem Bett, frühstücken und dann diesmal mit dem Rad zum Convention Center. Nach einer guten halben Stunde Fahrt war ich gegen 07:45 Uhr dort. Um 08:00 Uhr ging es von dort mit ca. 50 Kolleginnen / Kollegen zum Start des Bergzeitfahrens. Eine Begeleitung durch Polizei wäre vielleicht sinnvoll und angebracht, aber man kann ja nicht an alles denken.
Nach 1,5 Stunden treffen wir am Zielort des Bergzeitfahrens ein. Bei der anschließenden Abfahrt wurde die Strecke erst einmal in Augenschein genommen. 1,6 km bergauf. Damit es nicht zu langweilig ist, wurde auch eine Kehre eingebaut.
Beim Startbereich erwartete uns der bekannte Organisator des Einzelzeitfahrens, schnell wurde klar das gibt wieder Chaos.
Naja, meine Startnummer war diesmal korrekt und auch vorhanden. Aber bei der Erstellung der Listen (ich spreche von 4 DIN A4 Seiten) wurden dann wieder alle Vorurteile bestätigt. Waren auf den ersten beiden Seiten die Startabstände mit 30 Sekunden noch korrekt ausgeworfen, wurden ab der dritten Seite plötzlich vollkommen unerklärliche Startzeiten von 20 – 50 Sekunden ausgeworfen. Seine Erklärung: Wir sollten dies nicht zu eng sehen, denn die geplante Startzeit von 10:00 Uhr auf den Listen könne er auch nicht einhalten. Gegen 10:30 Uhr würde man voraussichtlich mit dem Start beginnen und dann der Reihenfolge nach starten. Man solle also immer bereit sein.
Da also noch genügend Zeit war, wurden die ersten Meter mit dem Rad abgefahren. Vorne dickes Blatt geht, zumindest bis zur ersten Kurve nach 400 Meter; der Rest sollte dann auch vorne dick gehen.
10:30 Uhr konnten sie natürlich auch nicht einhalten.
Die Strecke (für den öffentlichen Verkehr natürlich nicht gesperrt) musste noch mit Pylonen bestückt werden. Vorgabe war; sich links davon aufhalten – weil auf der anderen Seite der normale Verkehr hoch als auch runter fahren durfte. Dass die Strecke mehr Schlaglöcher als Höhenmeter aufwies, hatte ich meines Erachtens noch gar nicht erwähnt. Aber egal, alle müssen dort hoch.
Mit 23 Startern war die Klasse der 45-49jährigen die größte Gruppe.
Mit dickem Blatt wurden die ersten Meter zügig angegangen. Auch die nächsten 400 Meter gingen noch, dann platzten die Oberschenkel; schalten??? auf keinen Fall!!! also weiter; bin doch bald oben. Und genau so war es. Nach gut 5-6 Minuten war dann auch diese Quälerei vorbei.
Minutenlang lag ich im Schatten der Bäume und japste wie ein geprügelter Hund.
Da es hier nichts zu trinken, geschweige denn zu Essen gab, ging es schnell wieder bergab. Aber auch hier war das Wasser ausgegangen. Zum Glück hatte ich Eigenverpflegung eingepackt; denn der Mensch ist ja lernfähig
Eine geschlagene Stunde, nachdem der letzte Starter oben war, wurden dann die Ergebnisse ausgehangen.
Platz 5 mit einer Zeit von 5:33 Minuten. Platz 1- 3 gingen in der Zeit von 4:51 / 4:53 und 5:00 Minuten weg. Platz 4 dann mit 5:32 Minuten.
Ich hatte noch kurz überlegt zu protestieren, weil ich statt den üblichen 30 Sekunden 1 Minute auf meinen Start gewartet hatte. Ob dies berücksichtigt wurde??? Auch egal, dann wäre ich vielleicht vierter; und nachvollziehen, bei der bekannten Zettelwirtschaft war es ja eh nicht. Vielleicht sollten sie sich mal mit dem Thema Chipzeitnahme beschäftigen. Naja, was soll es.

Vorteil für mich in zwei Jahren – die drei Erstplatzierten kamen komplett aus der Altersklasse unter meiner; standen sogar in der gleichen Reihenfolge wie vor zwei Jahren auf dem Podium; d. h. in Belfast (in zwei Jahren) sind sie noch Master B und ich aber schon Grandmaster A.

Gegen 14:00 Uhr startete dann mit der Gruppe des Morgens wieder zurück nach New York City.

Meine anschließende Touristiktour fand diesmal per Rad statt; einmal um die Südspitze Manhattans, denn die Beine und der Körper wollten einfach nicht mehr.
Ist auch verständlich Samstag/Sonntag – gut 5 Stunden gewandert, Montag 5 Stunden Rad gefahren, Dienstag das Einzelzeitfahren mit An – und Abfahrt – gestern der 10000 Meter Lauf mit anschließendem Spaziergang und heute waren es auch locker 5 Stunden auf dem Rad.
Ein Ruhetag wäre an und für sich gut; aber was macht man bei einem Ruhetag in New York. Auf dem Zimmer bleiben; bestimmt nicht – aber darum brauchen ich mir eigentlich keine Gedanken zu machen – ich habe keine Ruhetag und morgen hole ich mir meine Medaille!!!

Thema: WPFG | Kommentare (1) | Autor: Joachim

25 mal 400 Meter – was ein Sch…

Donnerstag, 1. September 2011 0:59

31. August / New York – 10.000 Meter Bahn

25 mal 400 Meter – manche Sachen sollten verboten werden. Ein Volkslauf über 10 km ist ja schön und gut, aber ein Lauf auf einer 400 Meter Bahn ist der Hammer, da ist doch wirklich kein Kilometer kürzer. Die Strecke ist auch  genau 10 Kilometer. Und von anspruchsvollem Gelände kann man bei einer Tartanbahn auch nicht sprechen. Es gibt keine Ausreden, wenn die Zeit nicht stimmt. Aber der Reihe nach.

Da nicht genau geklärt war, wann der Start erfolgen sollte; zwischen 08:00 Uhr und 11:00 Uhr standen zur Auswahl, klingelte der Wecker um kurz vor 06:00 Uhr.
Nach kurzen Snack auf dem Zimmer mit U-Bahn und Bus zum Leichtathletikstadion. Einchecken, natürlich wieder einem Problem. Meine Startnummer ist irgendwie nicht vorhanden; also bekomme ich eine andere Startnummer, auf der dann auf der Rückseite mittels Edding meine Nummer notiert wird.
Ich startete als Master B im vierten Lauf des Tages. Vorher starteten die “ganz alten Säcke und Frauen”. Also Zeit genug, um mich mental auf diesen Wettkampf einzustellen.Während des zweiten Laufes kam auf einmal Hektik auf. Uwe kam zu mir und sagte, die haben die beiden nächsten Läufe zusammengelegt; wir sind gleich dran. Also umziehen und dann ein weiteres Mal bei der Akkreditierungsstelle melden, weil man ja noch eine “Lane-Nummer” (als Aufkleber für Hemd und Hose bekommt). Nur meine Nummer war wieder nicht da; egal, weil der Sieger (des zweiten Laufes) gerade ins Ziel läuft und bis alle drin sind, dauert es noch 10 Minuten. Kurze Zeit später hatte ich dann auch meine Nummer. Nur starten konnten wir immer noch nicht. Hintergrund: ein 75jähriger Kollege (wenn ich jetzt schlich schreibe – ist dies nicht böse gemeint, aber für die 400Meter brauche er geschlagenen 5 Minuten) noch unterwegs war. Und er hatte noch 6 Runden zu “laufen”.
Das passte aber dem Hauptverantwortlichen überhaupt nicht; das passte überhaupt nicht in seinen Zeitplan. Es folgte ein kurzer Dialog; aber aufgeben wollte der Kollege (zu Recht!!!) nicht.
Also wurden wir auf die Strecke geschickt und durften ihn dann noch entsprechend oft überholen.
Ein ganz großer Vorteil hatte die frühe Startzeit. Die Sonne hatte sich jetzt schon so weit um das Stadion gedreht, dass die komplette Strecke von ihr eingeheizt wurde. Wozu braucht man auch Schatten.
Knapp 30 Athleten in verschiedenen Altersklassen gingen somit auf die 25 Runden. Die ersten 3-4 Runden verliefen relativ gut; man konnte die Gegend erkunden und sich dann Gedanken über die weiteren Kilometer machen. Bei km 5 kam dann der erste Gedanke, du hast doch noch andere Wettkämpfe, hör doch auf. Aber aufgeben gibt es nicht, also weiter. Dann eben etwas locker; aber das ist auch doof, denn bin ich ja noch länger in diesem Glutofen. Und die Medaillen waren schon lange weg. Ich wurde sogar bald das erste Mal überrundet.
Ab km 7 brannten die Sohlen ganz schön. Als ich dann auf die letzten 2 Kilometer gehen wollte, sagte mir meine Schriftführerin/Zählerin: Nein, du hast noch 2400 Meter. Eine Runde überlegte ich, was ich mit Ihr alles machen könnte, aber bevor ich Hand anlegen konnte, rief sie mir beim nächsten Vorbeilaufen zu: Sorry, You are wright!! Da hat sie aber Glück gehabt ;-)
Als ich auf die letzten 700 Meter ging, lief Uwe Röpstorf ins Ziel (Super, Glückwunsch; denn damit hat er sicher eine Medaille).
Nach endlosen und völlig undiskutablen 39:32 Minuten (die letzten 5 km in knapp 21 Minuten) lief ich dann auch endlich ins Ziel. Na ja – ich lief zumindest; zwei meiner Mitstreiter mussten mit Kreislaufproblemen aufgeben.
Schnell in den Schatten und dann zur Zielverpflegung. Wasser, mit und ohne Eis, standen den Athleten zur Verfügung. Welch ein Luxus!!! Das es natürlich keine Duschen und Massagen gab, Schwamm drüber. Wird eh überwertet!!
Bis zur Siegerehrung verging dann noch locker eine Stunde. Tja, bei dreizehn Startern in der AK Master B will man ja nichts falsch machen. Uwe erreichte den dritten Platz; ich wurde Vierter – mehr war aber auch dieser Lauf nicht wert.
Eine Siegerehrung gab es natürlich auch nicht. Wenn man unter den Medaillenkandidaten war, konnte man zu einem Tisch gehen, sich seine Medaille abholen und wenn man wollte, sich auf dem entsprechendem Treppchenplatz vor einer Sponsorenwand positionieren.

Den frühen Nachmittag verbrachte ich dann zwischen der 125 und der 34 Straße. Sightseing von Norden nach Süden. Nach ein Tipp für alle New Yorkfahrer: Wenn Ihr auf der falschen Straßenseite geht, könnt ihr verschiedene Sehenswürdigkeiten einfach übersehen, auch wenn sie noch so hoch und groß sind.
Hätte ich nicht einen Block vor dem Chrysler Buildung die Straßenseite gewechselt, hätte ich mein Lieblingsgebäude einfach übersehen.
So ist es mir bestimmt auch beim “Bügelhaus” 2003 ergangen.

Ziel der Nachmittags-Tour war das Konvention Center. Ich wollte doch gerne mein Ergebnis vom Einzelzeitfahren wissen. Aber auch hier wunderte man sich, warum noch keine Ergebnisse vorhanden waren.
Noch kurz bei ein paar Wettkämpfen (Hufeisenwerfen und Bankdrücken) zugeschaut, dann ging es auch schon wieder Richtung Chinatown. Essen, duschen und die üblichen Tagesgeschäfte erledigen. Dann ab ins Bett – morgen ist Bergzeitfahren.

Thema: WPFG | Kommentare (5) | Autor: Joachim